Kaukasus 2009

Mit den Wohnwagen zum Kaukasus und zurück

Die Idee von einer Kaukasusreise mit dem Wohnwagen war nichts Neues. Anfangs war mir dies selbst nicht ganz geheuer, denn die Entfernung ist enorm und der türkischen Ostgrenze fällt auch das Sicherheitspaket des ADAC weg. Ich durchforstete viele Abende lang das Internet nach Informationen. Dies war gar nicht so einfach, denn von Weltreisenden werden diese kleinen Länder offensichtlich weitestgehend ignoriert, da die klassische Route gen Osten direkt von der Türkei in den Iran führt. In keinem einzigen Forum fand ich wirklich brauchbare Informationen. Immerhin gab es schon einige wenige Reiseberichte – so ausgefallen konnte meine Idee also doch nicht sein. Ich recherchierte weiter, doch die gefundenen Informationen stellten sich größtenteils als falsch heraus, fand jedoch auch nichts, was gegen die Reise sprechen sollte. Mit den besten Wünschen für die Organisation des Rücktransports unseres Schrotthaufens fuhren wir los. Einmal wieder wurde unser Ziel vom Umfeld für lebensgefährlich gehalten und es schien für manch einen unmöglich, das Auto wieder heil zurückzufahren. Das kommt eben davon, wenn man nicht auf dem Laufenden ist.

Schon einige Tage vor der Abreise steht der Wohnwagen vor unserem Haus an der Straße. Er bekommt neue Gardinen, wird gereinigt, etwas umgebaut und bestückt. Ohne Hektik konnte es losgehen – zur Abwechslung sogar einmal pünktlich. Das Ziel heißt diesmal Stepanakert, die Hauptstadt Bergkarabachs.