Baltikum 2001

Baltikum 2001

Nach einer Stippvisite in Litauen im Frühjahr des gleichen Jahres war mein Wissensdurst über das Baltikum noch lange nicht gestillt – diese Reise hatte eher erst mein Interesse geweckt, Vorurteile abgebaut und ich setzte mir in den Kopf wiederzukommen.

Es stand schnell fest:  Die diesjährige Radtour sollte ins Baltikum gehen!

Eine Idee, mit der ich anscheinend nicht allein war. Es stellte sich als Problem heraus eine Fahrkarte zu bekommen und  auf der Fähre traf ich eine ganze Gruppe Radfahrer!

Ankunft im Regen: Labas Lietuva !

 20.07.01 Klaipeda

Nach einer entspannten 24-Stündigen Schiffahrt empfing Litauen mich gleich von seiner gröbsten Seite:  Mit Regen, Gewitter, Kälte und Dunkelheit.  Beim Zoll drängle ich mich vor und werde gleich als einer der Ersten abgefertigt. Die Grenzbeamten sind nicht gerade ein Aushängeschild für Freundlichkeit und Schnelligkeit, doch bereiten sie mir keine Probleme und nach kurzer Wartezeit verlasse ich den gruseligen Hafen mit einem Stempel mehr im Reisepaß in Richtung Klaipeda. Der Hafen ist so ziemlich am häßlichsten Ende der Stadt gelegen. Bei der Dunkelheit ist es ziemlich schwierig den zu tief liegenden Gullys und den viel zu hoch liegenden Bahngleisen auszuweichen.

Tropfnaß erreiche ich nach einer halben Stunde das Stadtzentrum – in der netten Jugendherberge kennt man mich noch. Es findet sich schnell Gesellschaft fürs Abendessen

13km

21.07.01 Klaipeda und die Kurische Nehrung

Ursprünglich hatte ich geplant Klaipeda sofort am Morgen nach meiner Ankunft zu verlassen, doch nichts ist so beständig wie die Änderung und ich beschloß eine weitere Nacht zu bleiben. Den Tag verbringe ich mit Yang aus Singapur.  Wir schlendern zusammen durch die Stadt und fahren später noch nach Nida(Nidden) auf der Kurischen Nehrung.  Nida ist im Sommer voll von Touristen aus den Baltischen Staaten und Russland. Na ja – jedes Volk wirkt wohl auf seine Weise unsympathisch, wenn seine Leute als Normaltouristen auftreten.

Spät kommen wir wieder in Klaipeda an und finden gleich wieder Gesellschaft fürs Abendbrot. Ein Japaner, der dabei ist, bewundert mich, weil ich nach drei Bieren noch nicht betrunken bin…

22.07.01  –  On the Road again

Beim Frühstück lerne ich Ulrich aus Hamburg kennen. Er ist am Vorabend mit der Fähre angekommen und möchte mit dem Fahrrad nach Lettland fahren.

Wir beschließen zusammen loszufahren. Nachdem wir den Verkehr von Klaipeda hinter uns gelassen haben, geht es durch niedliche kleine Dörfer über Nebenstraßen in die Nähe von Varniai, wo wir an einem See das Zelt aufschlagen. Abendessen gibt es aus Ulrichs überaus gut ausgestatteter Campingküche.

Der erste Tag im Sattel brachte einen guten ersten Eindruck. Die Straßen sind erstaunlich gut, sehr ruhig, die Landschaft ist schön und die Dörfer machen einen urigen Eindruck. Auch wenn es unverkennbar ist, daß es dort noch recht spartanisch zugeht.

Die Preise sind durchaus Reisefreundlich. In einer kleinen Kneipe in einem ebenso kleinen Dorf bezahlten wir für das Mittagessen zusammen nur etwa 20Litas(10DM) wie ich später merken sollte sind so extrem niedrige Preise auch im Baltikum die Ausnahme, doch findet man im Vergleich zu Westeropa ein sehr niedriges Preisniveau vor.

103km  18,21 km/h

 23.07.01 vom See nach Siauliai (Schaulen)

Nach einem guten Frühstück und einem Bad im See ging es los in Richtung Siauliai. Bald machten wir erste Bekanntschaft mit einer unasphaltierten baltischen Straße. Solange kein vorbeifahrendes Auto(oder ein LKW!!!) einen in eine dichte Staubwolke hüllt, ist die Fahrt aber erträglich.

Wieder geht es durch ländliche Dörfer. Uns fallen die vielen Störchennester auf. Bei uns schon zur Seltenheit geworden, zählen sie hier zum alltäglichen Bild in ländlichen Regionen. Bevor wir auf der breiten Hauptstraße nach Siauliai hineinfahren, stärken wir uns in einem kleinen Lokal.

Im Stadtzentrum finden wir die Jugendherberge nicht. Ich stelle mich dumm und frage im großen Stadthotel nach dem Weg und bekomme gleich ein unverschämt günstiges Doppelzimmer für 20DM angeboten. Das ist doch was!  Das Zimmer ist noch im originalen Sowjet-Style. Die Bettwäsche ist ausgefranst, im Badezimmer fehlen Kacheln an der Wand. Es sieht jedoch danach aus, als würde regelmäßig saubergemacht.

Am Abend stürzen wir uns ins Getümmel auf der Haupt-Flaniermeile der Stadt. Das Stadtzentrum ist sehr sympathisch, wobei die Plattenbauten am Stadtrand dem ankommenden Reisenden ein eher abschreckendes Bild. Wir kommen mit zwei litauischen Mädels ins Gespräch. Eine von ihnen würde gern in Deutschland studieren und interessiert sich brennend für uns. Nach einem netten Spaziergang und Adreßtausch bringen wir sie zum Bus und gehen nach einem Abend-Bier in unser gemütliches Sowjet-Zimmer.

77km  16,59km/h

24.07.03 von Siauliai an die lettische Grenze

Nach einem herzhaften Frühstück in einem Cafe an der Flaniermeile machen wir uns auf der (recht ruhigen) Hauptstraße auf den Weg Richtung Lettland. Kurz hinter Siauliai besichtigen wir den Berg der Kreuze. Zehntausende von Kreuzen aller Art und Größe bilden hier einen regelrechten Wald aus Kreuzen. Ein eindrucksvoller Ort. In der Nähe vom wenig reizvollen Ort Joniskis biegen wir nach Westen ab auf der Suche nach einem Zeltplatz. Ein Apfelfeld dient als Campingplatz. Leider gibt es hier kein Wasser, dafür viele Mücken. Das hervorragende Abendessen (Nudeln mit Tomaten-Bier-Soße) liefert wieder Ulrichs Campingküche.

Ich habe mich mittlerweile entschieden, nicht wie geplant bis an die weißrussische Grenze zu fahren und den Osten Lettlands zu durchqueren sondern mit Ulrich nach Riga zu fahren. Ich bin gespannt auf das Festival das dort stattfindet!

74km  16,83km/h

Lettland: Ankunft mit Hindernis

25.07.01 vom Apfelfeld nach Riga

Gleich nach dem Frühstück fahren wir zur lettischen Grenze. Leider ist der Übergang nur für Balten geöffnet. Nach ausgiebigen Telefongesprächen teilt der Grenzer uns mit, daß er leider keine Ausnahme machen kann und wir fahren zurück zur Hauptstraße zum Hauptübergang. Ein ärgerlicher Umweg – über den häßichen Ort Joniskis. Am Grenzübergang geht es gleich an fünf Schaltern vorbei. Kontrolliert wurden wir jedoch nur an dreien. Dazu gab es zwei neue Stempel in den Paß. Die Grenzer mustern uns schon etwas skeptisch. In den dreckigen Radfahrerkleidern sieht man eben nicht gerade wie ein Geschäftsmann aus. Mit dem Grenzübertritt überfahren wir auch gleichzeitig eine Zeitzone. Wie man sieht greift die baltische Zusammenarbeit noch nicht auf allen Gebieten.

In Joniskis, dem ersten größeren Ort in Lettland steigen wir in den Zug nach Riga, um uns die großen Ausfallstraßen zu sparen. Im Zentrum der größten baltischen Hauptstadt war das Radeln schon etwas heikel, doch kamen wir problemlos bei Ulrichs Freunden an, wo wir im Garten unser Zelt aufschlagen. Wir sind bei weitem nicht die einzigen Gäste.

112km  20,51km/h

26.07.01 Riga

Der Tag beginnt mit einem Bad im nahegelegenen See. Viel angenehmer als Duschen! Später fahre ich in die Stadt, wo ich die Schwiegermutter von Ulrichs Freund treffe. Sie erzählt mir einiges über Lettland und zeigt mir einige schöne Orte in der Altstadt.

Denn Tag verbringe ich mit Sightseeing  und sehe mir einige Sing- und Tanzaufführungen an, die anlässlich des Musikfestivals spontan in der Stadt stattfinden.

Natürlich erfreue ich mich auch an kulinarischen und flüssigen Köstlichkeiten. Erst abends um elf bin ich zurück im Garten, wo die Gesprächsunde noch in vollem Gang ist.

27.07.01 Riga

Wieder ist ein Bad im See der Start in den Tag. Am Vormittag geht es wieder auf Tour durch die Stadt. Ich sehe mir den großen Markt an, wo in Hallen, Buden und auch unter freiem Himmel so ziemlich alles Erdenkliche verkauft wird. Nachdem ich die Wachablösung am Freiheitsmonument beobachtet habe gehe ich in den Park und schlafe prompt ein (wie ich später erfahre ist es in Riga eigentlich verboten im Park zu schlafen). Die Parks von Riga sind hübsch und ordentlich angelegt und werden von vielen Leuten genutzt um etwas Erholung von der Großstadt zu bekommen.

Nach dem Abendessen bei der netten Familie (die Großmutter hat für alle gekocht) ging es zu einer Tanzveranstaltung. Einfach klasse! Hunderte von Tänzern tanzten zu lettischer Musik, teilweise in sehr großen Formationen in einem Fußballstadion zu lettischer Musik. Wieder zurück saßen gleich wieder alle zum Klönschnack auf der Terrasse.

28.07.01 Ausflug nach Jurmala

Auf dem Rigaer Hauptbahnhof herrscht reges Getümmel und es ist kaum möglich den richtigen Zug zu finden. Gleisinformationen gibt es jedenfalls keine. Der Zug ist bei dem bombigen Wetter voll mit Ausflüglern. Jurmala ist sehr gut besucht. Anscheinend ist es immer noch ein beliebter Urlaubsort für die Bewohner der ehemaligen Sowjetunion. Die Anwesenheit von sehr vielen Russen ist jedenfalls unverkennbar. Nachdem ich mir etwas Orientierung verschafft hatte gehe ich in ein kleines Automuseum, danach zum Strand. Der Stand von Jurmala ist wunderbar, Schöner, heller Sand, doch leider total überfüllt. Da vergeht mir die Lust zum Baden schnell.  Als ich in einem kleinen Lokal ein Bier trinke, sitze ich fast nur mit Russen zusammen. Die Musik ist traurig wie auf einer Beerdigung, die dicken russischen Männer um mich herum tragen teilweise ärmellose Unterhemden. Wenn die traurige Musik nicht wäre, hätte ich mich bestimmt wie auf Mallorca gefühlt.

Bald danach fahre ich zurück nach Riga. Im Zentrum treffe ich Ryan aus Kanada wieder, den ich schon in Klaipedagetroffen hatte. Zusammen essen wir in einem guten und günstigen Restaurant und ziehen danach etwas durch die Stadt.  Auch abends fällt die Stadt keinesfalls in tiefen Schlaf – die Straßen sind noch brechend voll.

Erst gegen Mitternacht liege ich im Zelt. Aber wo zum Teufel sind die Anderen? Kurz darauf entdecke ich sie im Wohnzimmer wie sie Familienvideos ansehen.

28.07.01 Riga

Heute standen wir schon etwas früher auf. Damit wir pünktlich zur Parade anlässlich des Musikfestivals in der Stadt sind. Fast alle Gruppen, die an dem Festival teilnahmen marschierten mit und führten im vorbeigehen kleine Darbietungen auf. Allen voran marschierte die lettische Präsidentin. Allein die schönen Trachten der Musiker wären den Besuch schon wert gewesen. Vier Stunden dauert das schöne Spektakel. Danach gehe ich mit Ulrich durch die Stadt spazieren und essen. Später setzte ich den Spaziergang allein fort. In einer Russisch-orthodoxen habe ich das Glück einen Gottesdienst zu erleben.

Am Abend ging es mit der Familie und allen Gästen zum Abschlusskonzert des Festivals. Dort sahen wir zum zweiten Mal an diesem Tag die lettische Präsidentin, die hier eine recht patriotische Rede hält. Das Konzert war einmalig! Es sang ein Chor bestehend aus fast 12000(!) Sängern! Es waren noch wesentlich mehr Besucher da. Am Ende setzte eine regelrechte Völkerwanderung ein.

Etwas Besseres als bei diesen Leuten in Riga zu landen hätte mir wohl gar nicht passieren können!

29.07.01 Riga-Sigulda

Nach dem obligatorischen morgendlichen Bad im See verabschiede ich mich von meinen Gastgebern und den Anderen und schwinge mich wieder in den Sattel. Bald hat die Straße mich wieder. Die Gegend ist ziemlich bewaldet, die Dörfer genauso ruhig und ausgestorben wie in Litauen. Die Straßenverhältnisse jedoch merklich schlechter als im Nachbarland.

In der netten Kleinstadt Sigulda, deren Umgebung ein beliebtes Erholungsgebiet zu sein scheint frage ich einen alten Mann nach einer Unterkunft. Ich bekomme eine Antwort in erstaunlich gutem Deutsch. Er führte mich zum Haus seines Sohnes, wo ich mein Zelt aufbauen kann oder in der uralten Gartenbude nächtigen darf. Ich entscheide mich für das Zelt, doch beim Aufbau überraschte mich ein derartiger Wolkenbruch, daß mein Zelt zentimetertief voll Wasser stand. Ich flüchtete in die Gartenbude. Bei einer Flasche Bier wartete ich den Regen ab. Als ich mich daran machte mein Zelt wieder bewohnbar zu machen, kam der Sohn des alten Mannes nach hause. Er lud mich sofort ins Haus ein, wo seine Frau ein sehr fettiges aber schmackhaftes Essen zauberte. Nach dem Essen unterhielten wir uns noch lang über Straßen, Reisen und LKWs (der Mann war Lastwagenfahrer). Auch erzählte er mir, daß sein Vater im zweiten Weltkrieg in den Lettischen Corps für die Wehrmacht gekämpft hatte und daher seine guten Deutschkenntnisse hat. Sein kleiner Sohn heißt Yanis – mein Name auf lettisch.Bei einer baltischen Familie Gast zu sein ist ein echtes Erlebnis!

92km  22,02km/h

31.07.01 Sigulda-Valmiera

Nach einem guten Schlaf auf der Couch macht mir die Oma der Familie, die auf den Jungen, aufpaßt Frühstück. Mein Zelt war über Nacht getrocknet. Kurz vor meiner Abfahrt kommt auch noch der Opa und macht ein paar Fotos von mir, seinem Enkel und meinem Fahrrad. Zum Abschied gibt er mir noch einen Haufen guter Wünsche auf den Weg. Zuerst fahre ich durch das sehr tiefe Gauja Tal, wo mir Rennradfahrer entgegenflitzen – wer spaß daran hat den Berg heraufzufahren um oben wieder umzukehren und herunterzuheizen soll das tun. Nach Valmiera nehme ich die Hauptstraße. Der Verkehr ist hier so gering, daß es kaum noch nötig ist auf Nebenstraßen auszuweichen. Die herrliche Landschaft wird langsam mehr und mehr hügelig.

In Valmiera empfiehlt mir die Touristeninformation eine Privatpension, wo ich für 20DM ein eigenes Zimmer mit Küche und Bad bekomme. Blitzsauber und frisch renoviert. Die Stadt hat nicht viel zu bieten, ist aber ganz nett. Ich kaufe ein und koche mir ein reichliches Abendessen.

70km 21,64 km/h

Üks Kaks Kolm ! Estland!

01.08.03 Valmiera-Otepää

Wieder einmal komme ich etwas schwer aus dem Bett – liegt es an dem köstlichen baltischen Bier?

Nach einem Frühstück mit heißem Tee ging es wieder auf die Straße. Hinter Valmiera ist praktisch kaum noch Verkehr, die Straße ist aber sehr breit ausgebaut. Zur estnischen Grenze sind es von Valmiera nur etwa 50km. Hier erlaubt der dichte Wald kaum einen Blick in die Landschaft. In der geteilten Stadt Walka stoße ich schnell auf die Grenze zu Estland, die in Form eines Zaunes durch die Stadt verläuft. Der Grenzbeamte läßt mich nicht passieren und erklärt mir auf freundlichem Deutsch, daß ich bitte den Grenzübergang für Ausländer außerhalb der Stadt benutzen soll. Dort bin ich bei der Abfertigung der Einzige Reisende, mein Paß wird eher nebenbei gestempelt und schon bin ich in Estland – warum nicht gleich so! Beim Geldwechseln in Valga(dem estnischen Teil der Stadt) merke ich, daß ich schon wieder eine Zeitgrenze überfahren hatte – Estland hat eigenartigerweise die gleiche Zeit wie Litauen.

Die Landschaft wird zusehends hügeliger. Otepää ist mit etwa 150m der höchste Ort von Estland. In der Gegend von Otepää zieht es viele Erholungssuchende – darunter sehr viele Finnen. In der Stadt finde ich eine kleine Jugendherberge wo ich ein kleines Zimmer bekomme. Überraschenderweise sogar mit deutschem Fernsehen! Nach dem abendlichen Stadtspaziergang und dem Abendessen kaufe ich mir Bier und Röstbrot und genieße auf meinem Zimmer die niveaulosesten Filme auf RTL und RTL2.

111km 21,94km/h

02.08.03 Otepää-Tartu

Als ich morgens um 7 zum ersten Mal aufwache regnet es in Strömen. Ich lasse mich gleich wieder ins Bett fallen. Da es nach Tartu nicht weit ist kann ich mir Zeit lassen und muß mir den Regen nicht antun.  Später war das Wetter gut und ich machte mich bei Notruf täglich und OP ruft Dr. Bruckner startklar. Die Strecke war wie am Vortag ziemlich hügelig und zwischendurch werde ich einmal kräftig naß. In Tartu schickt mich die Tourist Information zusammen mit zwei jungen Australiern zu einer netten Pension. Die Unterkunft ist sauber und Tartu gefällt mir auf Anhieb. Nach dem Abendessen mit den Australiern gehe ich ausnahmsweise früh ins Bett.

47km 21,36km/h

03.08.01 Tartu

Schon um 8 Uhr morgens wache ich auf – auch mal nicht schlecht früh ins Bett zu gehen und früh wieder aufzustehen. Nach dem Frühstück gehe ich mit den Australiern in die Stadt. Wir besichtigen die schöne Universität von außen und innen danach noch den botanischen Garten und gehen noch etwas in der Stadt spazieren. Abendessen gab es in einem netten Irish Pub.

04.08.01 Tartu-Viljandi

Am Morgen sehen die dunklen Wolken nicht gerade nach Radfahrwetter aus. Doch will ich nicht länger in Tartubleiben. Beim Einkaufen treffe ich zwei holländische Radfahrer, die leider genau in die entgegengesetzte Richtung fahren wollen.

Als ich aus der Stadt herausgefunden habe geht es regelrecht in die Wildnis – kaum Autoverkehr und die Orte liegen hier weiter auseinander. Teilweise wirkt die Gegend fast etwas trostlos. Die Wolken sehen so schwer aus als würden sie im nächsten Moment herunterfallen, abgesehen von einem kleinen Schauer werde ich nicht naß, bis ich kurz vor Viljandi in einen regelrechten Platzregen gerate. Viljandi gefällt mir abgesehen vom Wetter sehr gut. Die Stadt ist liegt direkt an einem See und ist an einen großen Hügel herangebaut. Unterkunft finde ich in einem Ferienheim aus Sowjet-Zeiten. Die Einrichtung ist in dem typischen Design gehalten. Auch wenn es sanierungsbedürftig aussieht ist mein Zimmer wenigstens sauber. Der abendliche Spaziergang findet wieder im trockenen statt.

90km 22,77km/h

05.08.01 Viljandi-Pärnu

Als ich um acht aufstehe bin ich der Einzige in der Dusche. Die Kinder haben wohl Ausschlaftag. Es ist ja auch Sonntag – glaube ich jedenfalls. Für die Wochentage habe ich längst das Gefühl verloren.

Die Gegend ist ähnlich wie am Vortag ziemlich einsam,  jedoch etwas abwechslungsreicher. Das Wetter ist schwül und es schauerte auch mal etwas. Die Straße ist aber schön zu fahren, wenn auch manchmal etwas holprig. Kurz vor Pärnu gerate ich auf die Via Baltica – die Hauptverkehrsader des Baltikums. Der Verkehr ist unheimlich dicht und für mich gibt es nicht einmal einen gut befahrbaren Seitenstreifen. Zum Glück ist Pärnu nicht mehr weit. Als ich mich in einem Gasthaus das absolut überhöhte Preisangebot ablehne werde ich zu einer alten Frau geschickt, die nebenbei Fremde bei sich aufnimmt. Nur duschen soll ich gegen Bezahlung im Hotel. Das hätten die wohl gern! Da verzichte ich doch lieber. Die nette Frau spricht kein Wort Deutsch oder Englisch.

Nach dem Abendessen in einer Kneipe komme ich mit ein paar estnischen Männern ins Gespräch, die sich für mein Tagebuch interessieren. Einer erklärt, daß er an diesem Abend Frauen kaufen möchte und lädt mich gleich ein. Als ich höflich ablehne lachen alle und fragen mich ob ich verheiratet bin. Nachdem die Männer gegangen sind setze ich mich zu ein paar litauischen Ruchsacktouristen an den Tisch. Wir spielen bis Mitternacht ein eignartiges Kartenspiel. Als ich in meiner Unterkunft ankomme hatte die Frau meine Socken, die ich einfach auf einen Stuhl in meinem Zimmer geworfen hatte gewaschen. Sofort bekomme ich noch eine Schüssel mit warmem Wasser.

101km 21,21km/h

06.08.01 Pärnu

Diesen Tag wollte ich damit verbringen Pärnu anzusehen. Die Stadt ist ganz hübsch viel zu sehen gibt es aber nicht. Es sind viele Touristn in der Stadt, hauptsächlich Finnen, die in Busladungen und Privatwagen angekarrt kommen. Am Nachmittag hole ich mein Fahrrad aus dem Schuppen und fahre zum Strand. Der Strand ist schön, doch ist das Wetter leider nicht das Wahre zum am Strand liegen. Nach kurzem Faulenzen auf dem Zimmer gehe ich zum Abendessen. Als ich wieder zuhause ankomme gibt es wieder eine Schüssel mit warmem Wasser, danach unterhalte ich mich mit meiner Gastgeberin mithilfe ihres kleinen Touristen-Wörterbuchs. Einen Moment lang denke ich daran es ihr abzukaufen. Die übersetzten Redewendungen sind echt unterhaltsam. „Ich bin Mitglied in der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands“  in estnischer und russischer Übersetzung …

10km

07.08.01 Pärnu-Insel Muhu

Vor meiner Abreise werde ich noch mit einem kleinen Frühstück aus Pfannkuchen überrascht. Dann verabschiede ich mich und fahre los. Nachdem ich die Schnellstraße hinter mir gelassen habe schluckt mich wieder die Einsamkeit. In einem wirklich gottverlassenen Kuhkaff bietet mir der Verkäufer an, doch mit Eurocard oder Visa zu bezahlen. Die Moderne Technik ist auch hier unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Bei dem guten Wetter komme ich gut voran. In Virtsu muß ich zwei Stunden auf die Fähre warten. Ans Schlafen ist in dem zugigen Abfertigungsgebäude leider nicht zu denken. Auf der schönen Überfahrt habe ich einen tollen Ausblick auf die Küste. Der Verkehr ist auf Muhu noch geringer als auf dem Festland. Die Nacht auf der Insel verbringe ich auf einem Campingplatz in einer urigen kleinen Hütte. Auf dem Platz hat außer mir noch eine Radfahrergruppe aus Finnland Einzug gehalten. Sie sehen alle aus wieGruftis, lange schwarze Haare und lang Fingernägel. Abends fing es noch mal ordentlich an zu regnen. Zum glück hatte ich die Hütte gemietet statt das Zelt aufzustellen.

86km 22,33km/h

08.08.01 Muhu-Kuressaare

Gut geschlafen? Na klar! Beim günstigen Frühstück hat die Bedienung Mitleid mit mir und bringt mir die doppelte Menge. Das Wetter ist zum Radfahren ideal. Sonnenschein und Rückenwind. Auf einer kleinen Straße, die durch eindrucksvolle Landschaft führt fahre ich nach Kuressaare, der Hauptstadt der Insel Saaremaa. Dort finde ich sofort Quartier in einer netten Jugendherberge. Am Nachmittag besichtigte ich das sehr gut erhaltene Schloß von Saaremaaund die dazugehörige historische Ausstellung. Leider sind fast alle Beschreibungen nur in Estnisch gehalten.

Am Abend treffe ich in einem Lokal vier ältere Deutsche auf den Spuren ihrer Herkunft auf Saaremaa. Sie erzählen interessante Geschichten von ihrer Kindheit, ihrer Abstammung und dem ehemaligen Familienbesitz auf Saaremaa.

70km  21,23km/h

09.08.2001 Kuressaare-Kopu(Hiiumaa)

Am Morgen werde ich vom Lärm der Handwerker geweckt, na ja – wenigstens habe ich nun keine Chance den halben Vormittag zu verschlafen. Zum Frühstück gibt es Pfannkuchen mit Huhn und Ananas, eine eigenwillige aber sehr leckere Kreation. Die Straße in den Norden der Insel ist sehr ruhig. Die sehr einsame Landschaft besteht aus kleinen Wäldern und Wiesen. Bei dem schönen Sonnenschein ist es einfach nur herrlich. Kurz vor der Fähre nach Hiiumaatreffe ich eine tschechische Radfahrerin, deren Kameraden noch auf Hiiumaa sind, weil sie länger schlafen wollten. Wir gehen zusammen in die kleine Pinte am Anleger und fachsimpeln etwas übers Radfahren. Die Überfahrt mit der sehr kleinen Fähre ist schön. Auf der anderen Seite begegnen mir die Freunde der Tschechin.

Hiiumaa ist noch einsamer als Saaremaa. Man hat wirklich das Gefühl in ursprünglicher Natur zu sein. Die Straßen sind zum Glück asphaltiert. Ursprünglich hatte ich vor gehabt an diesem Tag zu zelten, doch verderben die dunklen Wolken mir die Lust daran. Zum Glück finde ich auf einem Campingplatz Unterkunft. Die meisten Campingplätze im Baltikum bieten kleine Holzhäuser an. Diesmal sind die Holzhäuser fast so komfortabel wie Ferienbungalows. Die nette Platzinhaberin, die erstaunlich gut Deutsch spricht zaubert ein hervorragendes Abendessen.

109km  22,29km/h

10.08.01 Kopu-Kärdla

Der Tag beginnt mit einem üppigen Frühstücksbuffet auf dem Campingplatz. Danach besuche ich einen alten Leuchtturm von dessen Spitze aus ich einen schönen Blick über die Insel habe. Den Eintrittspreis zahle ich nach dem Besuch, da ich den Wärter zuerst nicht fand. Für ihn scheint das nichts Besonderes zu sein. Die Kopu Halbinsel würde mir empfohlen und ich will sie mir nicht entgehen lassen. Leider ist die Piste, die sich bis zur Spitze der Halbinsel fürt echt mörderisch. Nach langer Rüttelei erreiche ich einen kleinen Surfstützpunkt „am Ende von Estland“ Ein Stützpunkt aber weit und breit kein Mensch! Die Rückfahrt über dieselbe Piste ist frustrierend. Leider geht die Piste auf der Insel weiter und nur zwischendurch bekomme ich etwas Asphalt unter die Räder. Es ist echt zum Mäusemelken! Die großen Kieselsteine liegen einfach locker herum. Für einen Radfahrer nicht gerade angenehm. Als ich endlich die (asphaltierte) Hauptstraße nach Kärdla erreiche komme ich am kleinen Berg der Kreuze vorbei. Es ist Tradition, daß jeder, der Hiiumaa zum ersten Mal besucht dort ein Kreuz niederlegt. Nach Kärdla ist es nicht mehr Weit. Der Ort ist hübsch, aber ziemlich ausgestorben. In der Herberge etwas außerhalb des Ortes schlafe ich hervorragend.

73km 19,64km/h

11.08.01 Kärdla-Haapsalu

Als ich am Morgen aufstehe sieht es grau aus. Dennoch fahre ich sofort los und kurz nach dem Start werde ich auch schon naß. Komischerweise fährt es sich trotzdem recht angenehm. Wenig später kommt die Sonne raus, doch der Regen lässt nicht nach. Ein komisches Gefühl, von der Sonne gewärmt zu werden und gleichzeitig naßgeregnet zu werden. Beim Warten auf die Fähre setze ich mich in die nähe einer deutschen Familie, die mit dem Auto unterwegs ist, gebe mich aber nicht als Deutscher zu erkennen. Ziemlich lustig Leuten zuzuhören, die denken, daß man sie nicht versteht… („Ey guck mal der Radfahrer da! Den haben wir doch eben überholt…“) Auf der schönen Überfahrt komme ich dann doch noch mit dem Vater der Familie ins Gespräch, der sich gerade etwas von Frau und zwei Töchtern erholt. Er erzählt von seinen estnischen Angehörigen, die er gerade besucht.  In Haapsalu finde ich in einem ausrangierten Schlafwagen Unterkunft. Am Nachmittag ging ich in der Stadt spazieren, die recht nett ist, aber außer den Burgruinen nicht viel  zu bieten hat. Abends laden mich zwei Esten ein, mit ihnen zu einem Blues Festival in den Burgruinen zu kommen. Spontan gehe ich mit. Die Musik ist echt klasse, doch es wird so viel geredet, daß man teilweise kaum noch zuhören kann. Unsere Gruppe wird immer größer und der Alkohol fließt in Strömen. Spät nachts am Ende des Festivals fahren wir mit acht Leuten in einem Taxi zu einem Nachtclub, der viel netter ist als die meisten deutschen Clubs, die ich gesehen habe. Erst um kurz vor fünf, als das Licht ausgeht, gehen wir heraus. Draußen ist es schon hell. Einer der beiden Esten, mit denen ich gekommen war, ist so betrunken, daß  er teilweise gestützt werden muß. Trotzdem trinkt er an einem kleinen Kiosk, wo alle anderen Wasser trinken, noch einige Schnäpse. Manche wissen einfach nicht wann Schluß ist. Das Eisenbahnabteil ist gemütlich und ich schlafe sofort ein.

40km  21,89km/h

12.08.01 Haapsalu-Märjamaa

Am Vormittag  wache ich auf und fühle mich wie benommen. Der eine der beiden Esten liegt in Form einer Schnapsleiche auf dem Boden seines Abteils. Vor meiner Unterkunft treffe ich einen Deutschen und einen Niederländer, die beide ausschließlich mit dem Fahrrad nach Estland gefahren sind und sich kurz vor der litauischen Grenze getroffen haben. Auch sie sind auf dem Weg nach Tallinn. Das Frühstück bekomme ich an diesem Morgen nur sehr schwer heruntergewürgt. Zum Glück kann ich die Kellnerin wenigstens überzeugen mir Omelett statt fettigem Kartoffelsalat mit Würstchen zu servieren. Die Fahrt nach Märjamaa ist trotz der langen Nacht in Ordnung, der angenehme Rückenwind leistet seinen Beitrag. Der Verkehr ist erträglich, auch wenn hier wesentlich mehr Autos unterwegs sind wie auf den Inseln.

Eine Kollegin meiner Mutter ist zur gleichen Zeit wie ich in Märjamaa, um ihre Eltern und Verwandten zu besuchen. Schon in Deutschland hat sie mich eingeladen vorbeizukommen. Nichts wie hin! Dort angekommen werde ich zum Haus der Großeltern gebracht. Dort geht es erstmal in die Sauna. Obwohl ich nach der durchwachten Nacht einen nicht ganz so stabilen Kreislauf habe ist es echt angenehm. Das Abendessen das die Großmutter zubereitet ist einmalig gut. Danach bekomme ich eine Stadtführung aus erster Hand mit dem neuen Familienauto, auch in dieser kleinen Stadt gibt es interessante Dinge. Für die Nacht bekomme ich sogar ein eigenes Zimmer.

71km 23,32km/h

13.08.01 Märjamaa-Tallinn

Das Frühstück ist ebenso reichhaltig wie das Abendessen am Tag zuvor. Das Wetter ist alles Andere als gut und ich äußere den Plan von Rapla aus mit dem Zug nach Tallinn zu fahren. Dann würde ich mir auch die großen Ausfallstraßen ersparen. Der Vater meiner Bekannten bietet mir an mich mit dem Auto dorthin zu fahren. Bevor wir losfuhren tauschte ich mit ihm noch mein gebrauchtes Zelt gegen zwei Flaschen Schnaps ein.  Mein Fahrrad wurde in den BMW geladen und nach kurzer Fahrt und einem Einkaufsbummel in Rapla geht es mit dem Zug nach Tallinn. Die Strecke ist 100km lang und die Karte kostet keine 4DM! Der Zug ist voll und es ist gar nicht einfach einen Platz für mein Fahrrad zu finden. In Tallinn angekommen schickt mich die Tourist Information erst in ein sehr unangenehmes, heruntergekommenes Viertel. Als ich zurückkomme und etwas penetranter auftrete bekomme ich jedoch eine sehr nette Jugendherberge mit einer unverschämt hübschen Rezeptionistin empfohlen. Bei der Information treffe ich Ulrich und Hans wieder, die ich schon aus Haapsalu kenne. Wir verabreden uns für den Abend. In meinem Zimmer nächtigt noch Akira aus Japan und Daniel aus England. Am Abend gehen wir zusammen chinesisch essen und trafen Ulrich und Hans. Es wird ein netter, langer Abend am Biertisch.

14.08.01 Tallinn

Am Morgen mache ich mich erstmal daran ein Ticket für die Rückfahrt zu bekommen. Meine Pläne noch bis an die russische Grenze zu fahren habe ich begraben. Im Reisebüro bekomme ich sofort eine Karte – der vorletzte freie Sitzplatz gehört mir! Danach geht Daniel und ich etwas auf Sightseeing tour. Mittags treffen wir Akira und gehen zusammen essen. Am Nachmittag gehen Akira und ich etwas durch die Stadt, Daniel mußte seine Fähre nach Schweden erreichen. Abends gehen wir in ein Klassikkonzert. Mahler in Estland – eine tolle Sache, und die Eintrittskarte war fast geschenkt! In einem Restaurant lassen wir den Tag ausklingen.

15.08.01 Tallinn

Früh morgens werde ich von Akira geweckt, der seine Sachen packt und sein Geld für den russischen Zoll zählt. Zum Frühstück esse ich, wie ich es mir in Estland zur Vorliebe geworden ist, in einer Bäckerei Unmengen von den billigen, leckeren Kuchen. Danach setze ich mich in ein Cafe in einer belebten Straße und schreibe bei einem Bier ein paar Postkarten. Später gehe ich in den Park und halte danach ein Nachmittagsschläfchen.

Am Abend gehe ich in die Stadt zum Essen und lasse mich dann einfach durch die Straßen treiben. In der Jugendherberge bin ich nicht mehr allein. Ein Schweizer, der ebenfalls mit dem Fahrrad unterwegs ist, teilt das Zimmer mit mir.

16.-17.08.01 Heimfahrt

Den Vormittag verbringe ich zusammen mit dem Schweizer in der Stadt und im Feuerwehrmuseum, das ziemlich unterhaltsam aber teilweise auch bewegend ist. Mittags essen wir in einem kleinen estnischen Lokal, das ein kleines Büfett anbietet. Danach muß ich leider durch den dicken Großstadtverkehr zum Hafen fahren. Zack! Der Ausreisestempel sitzt. Etwas trübsinnig fahre ich aufs Schiff. Der Finnjet ist zwar wesentlich komfortabler als die Litauen-Fähre, doch ist die Gesellschaft der auf mich teilweise recht spießig wirkenden Normaltouristen nicht ganz angenehm. Da sitze ich doch lieber mit Individualreisenden (Radfahrern?) oder Lastwagenfahrern zusammen.

Die Ankunft in Deutschland beginnt mit Ärger über die Bahn. Satte 80DM muß ich für ein Ticket von Rostock nach Kiel bezahlen! Anscheinend hatte ich mich nicht nur schon an das fremde Preisniveau gewöhnt, sondern auch an das Auftreten der Leute. Plötzlich fällt mir die bekloppte Kleidung der Raver auf und wie viele Farbige es in Deutschland gibt! Die Ausländer im Baltikum kann man ja kaum von den Einheimischen unterscheiden.

Zuhause werde ich nicht erwartet, da ich mich bei meinen viel zu eiligen Telefonaten wieder mal mit den Wochentagen durcheinander gekommen war. Wenigstens ist etwas zu Essen im Kühlschrank, so muß meine Reise nicht ohne Abendbrot im Bett enden.